Bouldern: Explosives Puzzeln und kreatives Klettern

Bouldern Niederlande

Vom Bouldern hast du bestimmt schon mal gehört. Dieser Klettersport ist wie Puzzeln an einer Wand. Man klettert nicht nur nach oben, sondern auch horizontal und diagonal. Und: ohne Seil. Bouldern kann man in der Halle und ist daher auch die perfekte Aktivität, wenn es im Urlaub mal regnet. Aber nicht nur dann! Möchtest du in den Niederlanden bouldern gehen? Es gibt viele Möglichkeiten!

Mit dem Körper an der Kletterwand puzzeln

Wir fangen ganz am Anfang an. Was genau ist Bouldern? Bouldern ist das Klettern von kurzen Routen an einer Kletterwand in Absprunghöhe (ungefähr 4,5 Meter). Bouldern kann man auch im Freien, dann klettert man tatsächlich an einem Felsen (Boulder). Im Gegensatz zum Seilklettern bouldert man ohne Kletterseil zur Sicherung. Deshalb liegen in der Boulderhalle auch dicke Matten auf dem Boden. Wenn du draußen bouldern gehst, musst du dein eigenes Crashpad mitbringen, aber mehr zum Outdoor-Bouldern weiter unten.

Die Routen, auch Boulder genannt, können als eine Art Puzzle an der Kletterwand betrachtet werden. Die Herausforderung besteht darin, den Weg vom Startpunkt zum Zielpunkt zu finden. Und das macht Bouldern zu einer Sportart, mit der fast jeder anfangen kann. Denn außer Kraft ist auch eine gute Portion Denkvermögen gefragt. Wenn du also gerade erst mit dem Bouldern anfängst und deine Muskelkraft noch trainieren musst, kannst du bereits tolle Routen klettern. Mit zunehmender Stärke und Flexibilität kannst du immer schwierigere ‚Rätsel‘ lösen.

bouldering noun UK /ˈbəʊl.dər.ɪŋ/ an activity in which people climb up and over rocks at fairly low heights without using ropes

Cambridge Dictionary

Alleine und gemeinsam: Bouldern ist sozial

Der große Vorteil des Boulderns im Vergleich zum Seilklettern ist, dass man es alleine machen kann. Man benötigt weder einen Kletterschein noch einen Sicherungspartner, sodass man jederzeit loslegen kann. Dass Alleinsein nicht gleich Einsamkeit bedeutet, beweist das Bouldern. In der Halle helfen sich die Boulderer gerne gegenseitig. Hast du eine Route schon dreimal vergeblich versucht? Es besteht eine gute Chance, dass ein anderer Kletterer dich fragen wird, ob du Hilfe brauchst. Ich persönlich lerne am meisten von Leuten, die besser sind als ich, und manchmal kann ein einfacher Hinweis helfen, die Route zu meistern. Wenn du offen bist, wirst du in der Boulderhalle leicht Leute kennenlernen und neue Kletterfreunde finden!

Tipp: Möchtest du jemandem beim Bouldern helfen? Dann frag den Boulderer zuerst, ob er einen Tipp braucht. Du möchtest der anderen Person natürlich nicht die Möglichkeit nehmen, das Puzzle selbst zu lösen.

Über Routen, Boulder, Schwierigkeitsgrade und mehr

Du betrittst zum ersten Mal eine Boulderhalle – wo fängst du an? Gut zu wissen ist, dass es verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt. Um den Schwierigkeitsgrad eines Boulders (einer Route) anzugeben, gibt es Skalen. Weltweit gibt es viele verschiedene Skalen. In Europa wird beim Bouldern fast immer die französische Skala verwendet. Die einfachste Route hat die Nummer 2, etwas höher ist die 3, noch höher die 4, bis man die schwierigste Stufe 9 erreicht. In der französischen Skala folgt auf die Zahl ein Buchstabe a, b oder c, der wiederum durch ein + spezifiziert werden kann. Jeder Wert hat also sechs Schwierigkeitsstufen. Beispiel: 6a, 6a+, 6b, 6b+, 6c, 6c+.

In der Boulderhalle entspricht die Farbe der Griffe meist einem Schwierigkeitsgrad. So sieht man auf einen Blick, welche Routen man klettern kann. In vielen Boulderhallen gibt es am Anfangsgriff auch eine Karte mit dem genaueren Schwierigkeitsgrad. Apropos Anfangsgriff: Der ist markiert, zum Beispiel mit einem Stück Klebeband. Zwei Stücke Klebeband bedeuten: Hier startet man mit beiden Händen. Ansonsten werden zwei Griffe mit einem einzigen Stück Klebeband markiert. Der Endgriff ist ebenfalls markiert, entweder mit einem andersfarbigen Klebeband oder einem plastifizierten Stück Papier.

Bouldern in den Niederlanden: in der Halle oder draußen

Du möchtest im Urlaub in den Niederlanden bouldern gehen? Los geht’s! In den Niederlanden gibt es viele Orte, wo man bouldern kann, sowohl in der Kletterhalle als auch im Freien.

Zahlreiche Boulderhallen in den Niederlanden

Boulderhallen gibt es in fast jeder (mittelgroßen) Stadt in den Niederlanden. In Großstädten wie Amsterdam und Rotterdam gibt es sogar mehrere Boulderhallen. Aber auch immer mehr kleinere Orte haben einen Halle. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in (der Nähe von) deinem Urlaubsort eine Boulderhalle gibt, ist groß. Die Website Pofzak führt eine Karte mit allen Boulderhallen. Hier ein paar Beispiele:

  • Be Boulder in Amsterdam bezeichnet sich selbst als die kreativste Boulderhalle der Niederlande. Kreativ ist die Halle definitiv. Es ist eine Art Urban Jungle mit Bouldern, Trampolinen und einer Schaumstoffgrube.
  • Selbst bin ich regelmäßig in De Fabriek in Haarlem zu finden. 1200 m2 Kletterspaß in einer alten Fabrikhalle, die in ein Kletterparadies verwandelt wurde.
  • Bei Rock Steady in Bussum kann man draußen bouldern, denn rund um die Kletterhalle gibt es einen Garten mit Boulderfelsen.
  • Die Boulderhal Zuiderhaven in Utrecht ist ganz neu (Eröffnung November 2021) und noch nicht ganz fertig. Mit 2650 m2 Bodenfläche und 800 m2 Boulderwandfläche wird sie schließlich eine der größten Hallen in den Niederlanden sein.
  • Bjoeks in Groningen ist vor allem für seinen freistehenden 37 Meter hohen Kletterturm bekannt. Sowieso ist Bjoeks eher etwas für die Top-Rope-Kletterer. Erwähnenswert sind aber auch die Felsen im Außenbereich, an denen man anspruchsvolles Bouldern betreiben kann.

Bouldern im Freien in den Niederlanden

Bist du bereit für den nächsten Schritt und möchtest du es mit dem Bouldern im Freien versuchen? Das berühmteste Bouldergebiet in Europa ist Fontainebleau in Frankreich.Das kleine Problem in den Niederlanden: Es gibt keine Berge. In den Niederlanden muss man also schon ein bisschen kreativ sein, um draußen bouldern zu können. Bouldern kann man zum Beispiel auf den Bunkern in IJmuiden, an der Basaltmauer ‚Amstelmuurtje‘ in Amsterdam oder unter dem Huburtus-Viadukt in Den Haag.Das kleine Problem in den Niederlanden: Es gibt keine Berge. In den Niederlanden muss man also schon ein bisschen kreativ sein, um draußen bouldern zu können. Bouldern kann man zum Beispiel auf den Bunkern in IJmuiden, an der Basaltmauer der Amstel in Amsterdam oder unter dem Huburtus-Viadukt in Den Haag.Der NKBV unterhält eine Karte mit Orten, an denen man öffentlich klettern und bouldern kann. Der NKBV hat auch eine Liste von Boulderhallen, wo man draußen bouldern kann (in niederländischer Sprache).

Da ich damit noch keine Erfahrung habe, rate ich dir, zum Beispiel in den Niederlanden nach Outdoor-Bouldergebieten zu googeln. Vergewissern Sie sich, dass Sie gut über die Vorschriften informiert sind.Es ist nicht erlaubt, einfach überall zu klettern. Denken Sie auch daran, dass es im Freien keine Fallschutzmatten gibt und Sie sich daher selbst schützen müssen: Eine Isomatte ist dann sehr nützlich.

Weitere Informationen zum Outdoor-Bouldern in den Niederlanden werden im Jahr 2022 auf Niederlande Aktiv veröffentlicht.

Zum Bouldern braucht man nicht viel, also… Los geht’s!

Ich kann mir vorstellen, dass du gerne mit dem Bouldern loslegen möchtest. Es ist ein unglaublich cooler Sport. Und das Beste daran ist: Für den Anfang brauchst du nicht viel. Beim Bouldern ziehst du Kleidung an, die sich bequem anfühlt und deine Bewegungen nicht behindert. Das kann spezielle Kletterkleidung sein, aber auch normale Sportkleidung reicht aus. Denk daran, dass du dich beim Bouldern an der rauen Wand entlang bewegst und deine Kleidung dabei möglicherweise schneller beschädigt wird.

In fast jeder Boulderhalle kann man für ein paar Euro Kletterschuhe ausleihen. Es ist nicht ideal, aber man kann auch in Turnschuhen klettern: wähle ein eng anliegendes Modell mit Gummi an der Unterseite. Das ist am ehesten mit Kletterschuhen vergleichbar. Gehst du öfter bouldern? Dann kannst du in Erwägung ziehen, dir ein eigenes Paar zu kaufen.Ein Einsteigermodell kostet rund 70 Euro, was dem 18- bis 20-fachen Ausleihen von Schuhen entspricht.

Also: Du gehst mit Sportkleidung in eine Boulderhalle, mietest dir ein Paar Schuhe und schon kann es losgehen! Insofern ist Bouldern eine Sportart, die du während deines Urlaubs in den Niederlanden leicht anfangen oder ausprobieren kannst. Wenn du öfter kletterst, kannst du dir immer noch auch eigene Schuhe, einen Beutel mit Magnesium und spezielle Kletterkleidung kaufen.

Klettertalk: Wörterbuch für die Boulderhalle

Wenn man die Leute in der Boulderhalle reden hört, fallen zwangsläufig Begriffe wie Beta, Campus und Dyno. Ähm … Du verstehst nur Bahnhof? Dies sind einige gängige Begriffe:

  1. Beta: Informationen über die Begehung einer Route, die „Lösung“
  2. Crimp: eine Art Klettergriff, den man nur mit den den forderen Fingergliedern greifen kann
  3. Dynamisch klimmen: jdie Geschwindigkeit zum Klettern nutzen und nicht aus dem Stillstand starten (Gegensatz: statisches Klettern)
  4. Dyno: eine dynamische Bewegung, wie z. B. das Springen von einem Griff zum nächsten, bei der normalerweise beide Hände und Füße gleichzeitig losgelassen werden
  5. Eindrehen: Technik, bei der durch Drehung der Hüfte und Schulter zur Wand eine Höhere Reichweite und bessere Hebelwirkung erzielt wird
  6. Flash: Eine für dich neue Route in einem Zug klettern
  7. Chalk: das Magnesium, das Boulderer benutzen, um ihre Hände trocken zu halten
  8. Toohook en heelhook: die Zehen oder die Ferse hinter einen Griff platzieren
  9. Traverse: een horizontale route of deel van de route

Möchtest du mehr über Kletterbegriffe erfahren? Die Webseite Fels und Wald hat eine riesige Liste mit Kletter- und Boulder- und Bergsteigbegriffen zusammengestellt.

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